Nikolaus bringt Geschenke

Am Nikolaustag musste die dritte Mannschaft des TTV Leutershausen zum vorletzten Vorrundenspiel bei der Spielgemeinschaft Sandhofen/TV Waldhof III antreten. Dass diese Begegnung überhaupt wie geplant stattfinden konnte, stand eine Woche zuvor noch nicht fest. Auf Seiten der Leutershausener fehlten mehrere Akteure aus unterschiedlichen Gründen, zugleich wollte auch der Gastgeber die Partie ursprünglich auf einen anderen Termin verlegen. Verschiedene Alternativen wurden diskutiert, letztlich konnte jedoch keine Einigung erzielt werden, sodass der ursprüngliche Spieltermin am 06.12.2025 bestehen blieb.

Paul Pfisterer war nach seiner Verletzung wieder einsatzfähig und bildete gemeinsam mit Martin Kawohl das Spitzendoppel. Pfisterer/Kawohl ließen Gröpl/Wenzlaf keine Chance und gewannen ihr Doppel souverän. Danach war es allerdings vorbei mit den sonst so sicheren Doppelerfolgen, sodass der TTV erstmals in dieser Saison mit einem 1:2-Rückstand in die Einzel gehen musste.

Wie bereits in der Vorwoche entwickelte sich auch diesmal eine ausgeglichene Partie. Keine der beiden Mannschaften konnte sich in den ersten Einzeln entscheidend absetzen. Beim Stand von 3:4 aus Sicht des TTV ging schließlich Jugendspieler Florian Schlegel an den Tisch, der freundlicherweise aushalf. Dass der junge Leutershausener derzeit voller Tatendrang steckt, zeigte sich schon daran, dass es sein drittes Spiel innerhalb von drei Tagen war. Zudem kam er direkt von einem Handballspiel, bei dem er ebenfalls zum Einsatz gekommen war.

Von Müdigkeit oder Nervosität war bei Florian jedoch nichts zu spüren. Zwar verlor er den ersten Satz denkbar knapp mit 9:11, konnte den zweiten Durchgang aber klar mit 11:4 für sich entscheiden. Anschließend entwickelte sich ein echter Krimi: Der dritte Satz ging erneut knapp an seinen Gegner Wenzlaf, ehe Florian im vierten Satz ausgleichen konnte. Der fünfte Satz musste somit die Entscheidung bringen – und „Flo“, wie er von allen genannt wird, behielt die Nerven. Frisch, fromm und fröhlich spielte er auf, als wäre es die normalste Sache der Welt, und nach gefühlt einer Ewigkeit kannte der Jubel keine Grenzen mehr, als er den Entscheidungssatz mit 11:9 für sich entschied.

Dieser Sieg stellte zugleich den Wendepunkt der gesamten Partie dar. Bis auf eine Begegnung konnten alle folgenden Einzel gewonnen werden, sodass nach rund drei Stunden Spielzeit ein 9:5-Erfolg für die Roten von der Bergstraße feststand. Der Schlusspunkt, ebenfalls durch einen Ersatzspieler, soll nicht unerwähnt bleiben: Gunnar Bacher-Seel zeigte in den entscheidenden Ballwechseln hochklassiges Tischtennis mit sehenswerten Topspin-Duellen, die sowohl vom Gegner als auch von den eigenen Mannschaftskameraden mit reichlich Applaus bedacht wurden.

Im Anschluss luden die Gastgeber aus Sandhofen noch zu einem gemeinsamen Umtrunk und Weihnachtsgebäck ein, sodass der Nikolaus-Spieltag einen rundum gelungenen Ausklang fand.